Offline Old School Marketing vs. modernes Online Marketing (Teil 2)

Willkommen zurück! Im gestrigen Teil haben wir uns dem Old School Marketing zugewendet (Nicht gelesen? Dann hier nachholen. ;) ). Heute beschäftigen wir uns mit dem modernen Online Marketing und welche Methoden es bereithält, um das eigene Network Marketing Geschäft zu beflügeln. Da Network Marketing eine der häufigsten Formen ist, in denen sich Leute “nebenbei” selbstständig machen, da in der Regel keine hohen Investitionskosten nötig sind, konzentriere ich mich in dieser Blogartikelserie allein darauf.

Die gute Nachricht: Klinkenputzer nicht zwingend erforderlich!

Wie du aus dem letzten Artikel zu diesem Thema in Erinnerung hast, unterteile ich die beiden Marketing-Formen in eine aktive und eine passive. “Klinkenputzer” sind dem Wort nach Leute, die ganz eifrig dafür arbeiten, dass sie jemandes Aufmerksamkeit für sich gewinnen. In der Regel versuchen sie das sogar bei Leuten, die zunächst gar kein Interesse für sie zeigen. Deswegen versucht der “Klinkenputzer” natürlich alles, um demjenigen zu “gefallen”, er wird ihm – so gut er kann – nach dem Mund reden, d.h. seine eigene Persönlichkeit soweit verneinen und zurückstellen, dass er am Ende nur noch “künstlich” den Erwartungen entspricht, dessen Aufmerksamkeit er begehrt. Im Verkauf sind das Leute, die genau darauf trainiert sind, verschiedenen Kundentypen zu gefallen. Die haben gelernt, bei Kunde A diese Persönlichkeit zu zeigen, bei Kunde B eine ganz andere; sie sind konditioniert immer die Person zu zeigen, die am meisten Erfolg verspricht.

Außerdem sind sie aufgerufen, selbst aktiv zu werden, sie müssen selbst auf andere zugehen, sie “bequatschen”, “weichkochen”, etc., bis irgendein Deal zustande kommt.

Das alles brauchst Du im modernen Online Marketing nicht. Wenn Du es möchtest, kannst du es natürlich tun, aber es ist keine Bedingung. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass Du ganz konsequent Nein zu den Kunden oder Partnern sagen kannst, mit denen Du nicht zusammenarbeiten willst. Denn die Richtung ist hier eine ganz andere. Leute kommen zu dir, wollen etwas von dir; das bringt dich in eine komplett andere Ausgangslage aus der du auch als eher introvertierter Mensch selbstbewusster agieren kannst.

Hier ein Methodenüberblick:

Leads durch eigene Landingpage generieren

Diese Methode ist bereits etwas älter, dennoch wird sie kaum umgesetzt. Eine personalisierte Landingpage (Lead Capture Page) sieht etwa so aus: Du stellst dich persönlich und dein Angebot vor und machst es einem Besucher der Seite schmackhaft, mehr erfahren zu wollen. Für weitere Infos trägt er sich in ein Formular ein, wird so zu einem Kontakt für dich. Meist werden Besucher automatisch weitergeleitet, durchlaufen einen Prozess (Sales Funnel -> Mehr Infos dazu gibt´s hier), an dessen Ende sie womöglich Kunden oder Partner werden. Auf diese Weise sammelst du Leads (Kontakte), die bereits ein Grundinteresse an dir und deinem Angebot unter Beweis gestellt haben – andernfalls hätten sie sich gar nicht für mehr Infos eingetragen.

Realität: Um eine Landingpage aufzusetzen, brauchst du ein paar grundlegende Kenntnisse über Internetseiten, meist reicht aber bereits ein Homepagebaukasten. Einige Anbieter stellen dir sogar schon die Möglichkeit zur Verfügung, eine eigene Landingpage zu gestalten. Den Text oder die Videos, die du dort veröffentlichen kannst gestaltest du selbst. Das ist nicht jedermans Sache. Manch einer mage es nicht, sich im Video zu präsentieren, dann genügt auch ein wenig Text, vielleicht ein ansprechendes Bild von dir. Ich habe den Verdacht, das viele die Mühe scheuen, dennoch ist diese Arbeit die Mühe wert.

Anforderungen: ein bisschen Kreativität bei der Textauswahl, Videos aufnehmen und veröffentlichen, Grundkenntnisse über Internetseiten (nicht zwingend Programmierkenntnisse, denn vieles wird als einfach zubedienender Baukasten zur Verfügung gestellt).

Fazit: Eine Landingpage zu gestalten ist für manch einen vielleicht eine Hürde. Aber: Ist die Arbeit einmal getan, ist das deine Landingpage und Du kannst sie verwenden, du musst dich kein bisschen mehr mit ihrer Gestaltung auseinandersetzen, sondern sie generiert Leads für dich. Das große Plust ist einfach, dass deine Landingpage auf dich personalisiert ist. Menschen lernen dich kennen als Person und du gibst ihnen die unersetzbare Chance, zu DIR eine Beziehung aufzubauen (wir sind im Beziehungsmarketing – unpersönliche Landingpages gibt es wie Sand am Meer, wirken austauschbar. DU aber als Person bist nicht austauschbar).

Social Media Präsenz

Im Bereich modernes Online Marketing ist vieles auf Interaktion ausgerichtet; da spielen natürlich die diversen sozialen Plattformen eine große Rolle. Schaffe hier deine eigene Präsenz, dass man dich finden kann. Du kannst eine eigene “Fan”-Page entwerfen, meist reicht aber ein einfaches Profil in einem oder mehreren sozialen Netzwerken (wie z.B. Facebook). Treibe dich dann einfach ein bisschen in den vorhandenen Themen-Foren herum. Du findest dort deine Zielgruppe, d.h. Leute, die ein Interesse an dem haben, was du anbietest.

Realität: Soziale Netzwerke sind ein Tummelplatz für alles und jeden – es ist anfangs schwer, den Überblick zu behalten und die richtige Strategie zu entwickeln. Wer sich zu Beginn allerdings darauf beschrenkt, einfach das zu veröffentlichen, was er anbietet und gleichzeitig dem Besucher einen kostenlosen Mehrwert bietet, der hat gute Chancen, viele neue Besucher zu generieren, die genau das anspricht, was Du veröffentlichst. Der “Erfolg” deiner Aktionen ist leider schwer zu messen.

Anforderungen: Regelmäßiges Veröffentlichen von Inhalten ist eine Grundvoraussetzung. Wenn Du nur alle paar Wochen mal was postest, wird man dich natürlich übersehen. Hier ist es wirklich wichtig, täglich am Ball zu bleiben und täglich deine “Community” mit Inhalten zu erfreuen. Das macht sehr viel Spass, denn hier geht es weniger um fachliche Dinge, sondern meist um Spass und Unterhaltung. Ist man am Anfang unsicher, was man so posten soll, gibt es tausende Leute, die man beobachten kann, die täglich etwas posten; es ist also für Orientierungsmöglichkeiten gesorgt.

Fazit: Es ist relativ leicht hier aktiv zu werden. Einfach ein Profil anlegen, verschiedenen Gruppen beitreten, die dich interessieren und los geht´s. Wichtig ist, dass Du es nicht einschlafen lässt. Poste täglich Inhalte.

Video Marketing

Es wird tatsächlich jährlich leichter, Videos selbst zu produzieren und ins Netz zu stellen. Es gibt dir fast eine unmittelbare Kontaktmöglichkeit zu den Leuten. Man sieht dich so, wie du bist. Es werden wichtige Sinne aktiviert, die bei der Kontaktaufnahme mit Menschen einfach entscheidend sind: Sehen & Hören. Es ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, Inhalte mit persönlicher Beziehung zu verschmelzen. Veröffentlichte Inhalte in den Videos (anhand von Suchbegriffen (Tags)) werden von deiner Zielgruppe gefunden. Du als Person im Video baust die persönliche Beziehung zum Zuschauer geradezu unmittelbar auf.

Realität: Ja! Es funktioniert, schau dir einfach mal Videos von Marketern im Internet an. Du erkennst sofort auch, woran das Unterfangen scheitern kann…japp, der Qualität der Videos. Ist die Kamera verwackelt, das Bild unschaft, erinnert der Hintergrund eher an ein Wimmelbild, kann sich der Gefilmte überhaupt nicht artikulieren und schon hast du ein Video, das eher gegenteilig zu deiner Absicht wirkt, nämlich eher lächerlich. Am Ende wird es komplett ignoriert.

Anforderungen: Ein wenig technisches KnowHow (Kamera, Uploads von Videos, usw.) und das Bemühen ein qualitativ ansprechendes Video zu machen (Ton, Bild, Hintergrund, Sprechweise, Licht). Du brauchst keine 1000 € Kamera, in der Regel reicht sogar schon eine etwas bessere Webcam, die für wenig Geld zu haben ist. Auch hier ist Regelmäßigkeit wichtig. Einmal im Jahr ein Video verschwindet schnell aus der Erinnerung. Veröffentliche regelmäßig Videos, so ist die Chance höher, dass Du auch gefunden und wahrgenommen wirst.

Fazit: Sicher nicht jedermanns Sache, da nicht jeder sich gern filmt, aber eine super Möglichkeit, um Kontakte im WWW über weite Entfernungen hinweg zu knüpfen.

Dein Blog

Einen eigenen Blog aufzusetzen und zu pflegen ist sicher das wichtigste im Online Marketing, denn es ist immer noch so, dass Inhalte hauptsächlich über Suchmaschinen gesucht und gefunden werden. Auf deinem Blog kannst du auch alle anderen angesprochenen Online Marketing Methoden kombinieren: Soziale Medien, Video Marketing und Lead Capture.

Realität: Blogging gehört zu den besten Methoden, im Internet zielgerichteten Content zu verbreiten. Aber es dauert wirklich seine Zeit, bis dein Blog wirklich zu dem wird, was du dir am Anfang vorstellst. Deswegen ist tägliche Arbeit, was den Content angeht, nötig. Veröffentliche täglich neue Artikel, sorge täglich dafür, dass dein Geschäft dadurch floriert. Das ist ein Punkt, an dem viele das Handtuch werfen. Aber (zweites Aber, das das erste relativiert): Ohne Arbeit wirst Du nirgendwo erfolgreich werden, das ist in der Tat ein Versprechen. ;-)

Anforderungen: Schreiben, tägliches bloggen, selbstständig neue Inhalte erarbeiten

Fazit: Blogge! :) Es ist – nach allem, was ich ausprobiert habe und ich habe viel ausprobiert – der beste Weg. Punkt. :-D

Allgemeines Fazit “Offline Old School Marketing” vs. “Modernes Online Marketing”

Das große Thema im Online Marketing ist dein Content, d.h. die Inhalte, die du ins Netz stellst. Diese sind das “Passive”, was einfach vorhanden ist und gefunden werden kann. Da du über das schreibst, bzw. das veröffentlichst, was DICH interessiert und worum es bei dir und deinem Angebot geht, sprichst Du deine ZIELGRUPPE direkt an. D.h. Du hast weniger zufällige Besucher und mehr gezielte BeSUCHER, die genau nach dem SUCHEN, was du anbietest. Die Idee ist simpel aber kraftvoll: Menschen, die nach dem suchen, was du anbietest, werden dir dankbar sein, es gefunden zu haben und vollkommen freiwillig dein Kunde oder Partner werden, da sie es wollen, nicht, weil Du sie dazu überredet hast, wie es in den alten Old School Methoden der Fall ist.

Abkürzung gefällig?

Bei vielen Methoden im Internet Marketing ist es tatsächlich nötig, dass du ein bisschen technisches Hintergrundwissen mitbringst. Es ist außerdem mühsam, z.B. einen Blog aufzusetzen. Man weiß schnell gar nicht mehr, was man zuerst machen soll, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung wäre gut und wenn einem ein bisschen das technische ToDo-Zeug abgenommen würde…das wäre doch super, oder? ;) Da hab ich ne Prima Komplettlösung für Dich. Schau dir das Kalatu-Blog-System an. Da wird dir von Schritt 1 bis zu deinem ersten Blog-Artikel alles gezeigt. Sogar, wenn dir mal die Ideen für´s Bloggen ausgehen sollten, werden Ideen zur Verfgung gestellt: Klicke hier.

Ich hoffe, ich konnte dir einige Anregungen geben!

Beste Grüße,

Sebastian

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